Jürg Meier, Steinhausen

Baut ein Büchergestell und nutzt dafür uralte Verbindungstechniken aus dem Schreinerhandwerk.

Es gibt da Bücher, die möchte ich etwas prominenter hinstellen. Das Regal dazu baue ich selber und es soll vor Weihnachten fertig sein. Das geht in meinem Fall nur, weil ich eine berufliche Auszeit, ein Sabbatical, geniessen darf und es die tolle Möglichkeit der Benutzung einer Werkstatt im Loreto gibt.


Der Entschluss war schnell gefasst. Die Zeichnungen, so richtige Pläne waren das auch nicht, waren dilettantisch, die Ahnung von Verarbeitungstechniken gegen null, nur die Ideen waren handfest und das innere Bild des Resultates bereits eine Freude.


Jede Maschine ist Neuland und noch nie zuvor benutzt. Meine Bereitschaft und die Euphorie stimmen und die Unterstützung und Geduld des «Chefs» vor Ort sind schier endlos.

 

Dann spielt es, wie es im Leben so spielt: Fleissarbeiten bilden eine Grundlage, neue Schritte wollen gewagt, Ungenauigkeiten korrigiert werden, kleine Erfolge beflügeln die Weiterarbeit, Unachtsamkeiten führen zu Umwegen oder Zusatzrunden, dann stockt die Arbeit, der Fortschritt stagniert, doch freundliche Hilfe macht wieder Mut, dass doch ein Abschluss der Arbeit greifbar wird.


Und wenn auch vieles nicht exakt passt, steht das Regal doch, zumindest annähernd, im Goldenen Schnitt da.